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Aus der Chronik


 Aus der Chronik unseres Gesangvereins "Eintracht Reinsbronn"

   

1867 war es in Reinsbronn soweit. Eine Anzahl von Männern fanden sich zusammen und gründeten einen Männerchor. Sie tauften ihren Verein „Liederkranz Reinsbronn“.

 

Aus jener Zeit sind kaum noch Aufschriebe vorhanden. Die Namen der Vereinsgründer sind doch bekannt.

 

Vorstand des Vereins wurde Johann Adam Pregitzer. Der Lehrer, Herr Seitz, wurde Chorleiter.

   

Der Liederkranz Reinsbronn hatte selten mehr als 18 aktive Mitglieder. So war es nicht verwunderlich, dass im Jahre 1890 unter dem Chorleiter Lehrer Haug aus dem Männerchor ein gemischter Chor entstand. 

  

Lehrer Haug inszenierte 1905 auch ein Schillerfest. Zum hundertsten Todesjahr von Friedrich von Schiller wurde mit der Freiluftaufführung von „Wallensteins Lager“ an den ortsnahen Südhängen, des großen deutschen Dichters gedacht.

  

Nachdem der gemischte Chor im Dorf nicht richtig Fuß fassen konnte, war es Chorleiter Lehrer Köhnlein, der am 2. Dezember 1907 den Männergesangverein „Eintracht Reinsbronn“ ins Leben rief. Vorstand wurde Maurermeister Michael Fiedler. Vom vorhergehenden Verein wurde das Klavier für 103 Mark zu übernommen und als Singstunden zwei Wochentage vorgesehen wurden, nämlich der Montag und der Samstag.

  

Schon zweieinhalb Jahre nach der Wiedergründung des Vereins wagten es die Sänger, ein größeres Fest abzuhalten. Am 18. Juli 1909 wurde im nahen Haagwäldchen das Hauffsche Volksstück „Dr Pfeiffer vo dr Hord“ aufgeführt.

  
1913 wurde bei einem zweitägigen Fest die neue Fahne eingeweiht. Um sechs Uhr morgens zog eine Musikkapelle zur „Tagwache“ durchs Dorf. Am Festzug nahmen 24 Vereine teil. Unter den Klängen des Fahnenliedes „Hebt das Herz, hebt die Hand“ wurde die neue Fahne enthüllt und Pfarrer Kittel hielt die Festrede. Der Creglinger Männerchor übernahm die Patenschaft.

  

Bedingt durch den 1. Weltkrieg, an dem auch viele Männer aus unserem Dort teilnehmen mussten, wurde von 1914 bis 1919 keine Vereinstätigkeit ausgeübt. Leider mussten auch einige Sänger unseres Chores ihr junges Leben opfern.  

 

Im Mai 1923 wurde nach Lehrer Sauter mit Georg Meder erstmals in der Vereinsgeschichte ein Dirigent beauftragt, der kein Lehrer war. Georg Meder dirigierte den Verein bis 1928 und später noch einmal von 1938 bis 1950. Er war somit insgesamt 17 Jahre als Chorleiter für den Verein tätig.  

 

Im Juli 1933 übernahm der Gesangverein Eintracht Reinsbronn die Patenschaft bei der Fahnenweihe in Waldmannshofen.  

 

Die folgenden Kriegsjahre hindurch konnte der Gesangverein, wenn auch sehr eingeschränkt, seine Tätigkeiten aufrechterhalten. Bei Beerdigungen und Trauer- Gottesdiensten für gefallene Soldaten wurden die Feiern durch Gesangsstücke umrahmt.  

 

1948 trat der bisherige Vorstand Hermann Markert von seinem Amt, das er 12 Jahre ausübte, zurück.  

 

1951 wurde Heinrich Bach als 1. Vorstand gewählt. 1963 legte er das Amt altershalber nieder.

 

1951 konnte eine neue Fahne als Ersatz für die im Krieg entwendete Fahne geweiht werden. Bei einem Sängerfest mit 16 Gastvereinen übernahm der Sängerkranz Waldmannshofen die Patenschaft.  

 

Mit der Bewertungsnote „Gut“ kehrte der Verein 1963 von einem Wertungssingen in Crailsheim nach Hause zurück. Unter dem Dirigenten Lehrer Eugen Philipp war der Verein zahlenmäßig und auch stimmlich damals auf einem Höhepunkt angelangt.  

 

1967 wurde das 100-jährige Vereinsjubiläum gefeiert werden. Höhepunkt des Festes war die Überreichung der „Zelter-Plakette“ durch Landrat Nagel. Am Festsonntag konnte der Jubelverein im fein heraus geputzten Dorf 32 Gastvereine zum Umzug und Freundschaftssingen begrüßen.

 

Ende November 1967 wurde mit Hermann Vogel ein neuer Chorleiter gefunden.  

 

1972 konnte Erich Zobel seine Tätigkeit als erster Vorsitzender nicht mehr ausüben. Der Posten konnte leider nicht wieder besetzt werden. Durch die Mithilfe aller Sänger, besonders auch des Ortsvorsteher und aktiven Mitglieds Fritz Nehf, konnte das Vereinsschiff jedoch immer flott gehalten werden.  

 

Mit Fritz Braun konnte der Verein 1987 nach den langen Jahren ohne ersten Vorsitzenden wieder einen Sänger für dieses Amt gewinnen.  

Hermann Vogel 1987, beim Dirigieren des Gemeinschaftschores im Festzelt

 

Für Reinsbronn, ein kleines seit alters her von der Landwirtschaft geprägtem Dorf, ist der Gesangverein ein überaus wichtiger Kulturträger. In früheren Zeiten waren die mobilen Möglichkeiten vor allem auch für die junge Dorfbevölkerung gering. Die regelmäßig vom Gesangverein veranstalteten Weihnachtsfeiern mit Theateraufführungen oder Faschingsveranstaltungen brachten erfreuliche Abwechslungen ins Dorfleben. Dies taten auch die immer wieder durchgeführten Vereinsausflüge. Ein schöner Brauch war auch das Singen am frühen Morgen des 1. Mai.

 

Mit der Übernahme des Grabgesanges bei Beerdigungen erfüllt der Verein eine sehr wichtige Aufgabe.

 

Zur festen Einrichtung gehören die Geburtstags- und Hochzeitsständchen, sowie Liedbeiträge zum Gottesdienst in der Kirche. Mit den benachbarten Chören trifft man sich in unregelmäßigen Abständen zu Liederabenden, die bei der Bevölkerung freudigen Anklang finden.  

 

1996 wurde Gerhard Lang erster Vorsitzender. Unter seiner Führung wurde der Gesangverein wieder zu einem gemischten Chor. Es mangelte an männlichem Nachwuchs, es gab viele engagierte und auch in einem Chor zusammen singende Frauen. Die Vorstandschaft der beiden Chöre beschloss 2004 diese zusammenzulegen.  

 

2005, nach 38 erfolgreichen Jahren Chorleitertätigkeit, gab Hermann Vogel als Ehrendirigent dann das Amt an Susanne Habel weiter. Susanne Habel hatte bislang den Frauenchor geleitet und sich zu unser aller Freude bereit erklärt dieses Amt zu übernehmen.  

 

2008 übernahmen erstmals in der Geschichte des Vereins gleichberechtigt Jürgen Weid und Thomas Wilhelm das Amt des ersten Vorstands gemeinsam.  

 

Um die Freude am Chorgesang und Verein zu wecken und zu werben, wurde 2010 ein Projektchor ins Leben gerufen. 


2011 wurden Jürgen Weid und Hermann Bruder als erste Vorstände gewählt.

2012 wurde mit dem Gemischten Chor Niedersteinach eine Kooperation geschlossen.

 

 

2013 Es wurde eine 5-minütige Schwätzpause eingeführt, damit die Lieder konzentriert, ruhig und ohne Unterbrechung geprobt werden.

 

 

2014 wurde Dorothee Habel und Jürgen Weid als erste Vorstände gewählt.

 

Mit einem Jubiläumskonzert sowie Festakt in der Kirche wird 2017 das Jubiläum zum 150 jährigen Bestehen des Vereins gefeiert. Dorothee Habel und Erwin Hofmann werden als erste Vorsitzende gewählt.

 


Susanne Habel bei der Begrüßung am Jubiläumskonzert 2017

 

 

Von März 2020 bis Juli 2021 sowie November 2021 bis April 2022 musste der Verein pandemiebedingt pausieren.

Im November 2021 beendete Susanne Habel ihre Tätigkeit als Chorleiterin.

Roland Nörpel übernahm den "Dirigentenstab" im April 2022. 

Im September 2022 fand die erste gemeinsame Singstunde mit dem Sängerkranz Bieberehren in Chorgemeinschaft statt.

 

 

Die alte Chronik, eine Ausführlichere, finden wir auf Internet Archive (Externer Link- Haftungsausschluss)

 

Der Gesangverein


97993 Creglingen - Reinsbronn